Archive for the ‘Hasennachrichten’ Category

Der Waschbärenflüsterer – Tiere schaffen Arbeitsplätze und kurbeln Wirtschaft an (Nachtrag zum Ende der Katzenklappe)

5. Juli 2010

In den USA scheint weniger die Katzenklappe in Gefahr, sondern ein wirtschaftlich wichtiges Konsumgut. Zwei Waschbären haben sich direkt an die Quelle des Glücks begeben – den Pepsi-Automaten. Auf der Suche nach Cargo wurden sie zum selbigen – Münzen rein, Waschbär raus. Zero Pepsi.  Natürlich löste auch dies Angst aus, aber keine Spur von Panik oder Ratlosigkeit – aus Angst entstehen schließlich Arbeitsplätze. Und wo man Wachstum predigt, gibt’s auch welches. Und siehe da: schon eröffnet sich ein neuer Markt und bietet die Lösung. Ein „Raccoon Whisperer“ für jeden Pepsi-Automaten in den USA, für jeden Katzenklappenhaushalt in Deutschland – damit wäre schon mal die Zahl der Arbeitslosen um die Hälfte reduziert. Das Tolle ist: der holt die da nicht nur raus, sondern kriegt sie auch da rein! Sicherer fühlt man sich noch dazu. Alles prima.  So funktioniert Wirtschaft, so läuft Politik. Die USA lernt vom Waschbär. So einfach ist das. Und Pepsi schmeckt jetzt noch viel besser. „Zero Pepsi“ (mit echtem Waschbärabdruck) statt Coke Zero.

Bandenkrieg und Gelähmtheit in Deutschland, Wirtschaftswachstum in den USA. Und das alles dank dem Tier. Weil der Arbeiter tot ist (siehe Hasennachrichten).  An dieser Stelle, als kleiner Ausblick, sei nur einmal daran erinnert, daß es in der DDR ein Werbeplakat zum Anruf des Wirtschaftswachstums  gab mit dem Slogan: „Aus den Betrieben ist noch viel mehr rauszuholen.“ Daß ein Großteil der damaligen Arbeiter das miß- oder eben gerade richtig verstanden hat, nur die Politik nicht, hat zu dem geführt, was bekannt ist. Da kann man sich was abgucken. Darin liegt ein Ansatz im Umgang mit der Krise. Sogar eine Utopie. Danke Waschbär! Klau weiter!

Der Arbeiter ist tot. Es lebe das Tier!

28. Juni 2010

IMAGES CONTRE NATURE 2010 (Festival international de vidéo expérimentale, Marseille)

Heute ist der Arbeiter gestorben. Wie uns soeben nach jahrelanger Vermutung und zahlreichen Studien von wissenschaftlicher Seite bestätigt wurde, gilt der gemeine Arbeiter als tot.

In turbokapitalistischer Geschwindigkeit hat dieser sein Zeitliches gesegnet und sich, seinem evolutionären Trieb und Fortschrittsglauben folgend, dank dem Humankapital, das er ist und hat, in eine Arbeitsmaschine verwandelt. (Es gibt natürlich auch Mutationen innerhalb dieses Entwicklungsprozesses, die sich unter der neuen Spezies der Menschen-Faultiere zusammenfassen lassen.) Dabei hat er sich stets am Tier, d.h. an diversen Tieren in puncto Fortbewegung und Bewegungsmechanismen, „gesellschaftlicher“ Organisation wie Kommunikation und Überlebensfähigkeit orientiert und das Tier in einen Zombie seiner selbst verwandelt. Ausgebeutet, kopiert und hybridisiert: Es dient seit eh und je als Vorlage für Automaten und Maschinen, die den Arbeiter noch produktiver und flexibler machen sollten. Das Tier war das Maß für den Menschen. Nachdem nun aber Tierzombie-Automat und -Maschine nicht mehr zu trennen sind vom Körper des zeitgenössischen post-post-Arbeitssklaven, eine neue Lebensform auf dem globalen Parkett, wurde das Tier überholt, vergessen, beiseite gepackt und zurückgelassen. Das war und ist seine Rettung.

Der Arbeiter hingegen ist tot. Das Tier lebt. Und der Mensch erklimmt die nächste Evolutionsstufe als Hybrid aus sich selbst und allen Zombies, die er schuf. „Weil die Komplexität des Nachrichtensystems der Indikator der evolutiven Entwicklung ist, und weil die Steigerung der ökonomischen Leistung nun nicht mehr im Reich der Tiere, sondern in dem der Maschinen stattfindet, haben die Automaten-Tiere die natürlichen Tiere als Maß für den Menschen überholt.“, so Benjamin Bühler. Wir drücken unser tiefes Mitgefühl aus und halten Sie auf dem Laufenden.

Orang Utans zur Prostitution gezwungen – HIV positiv !!

13. Juni 2010

http://www.mamacommunity.de/forum/orang-utans-zur-prostitution-gezwungen-hiv-positiv.html