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Liebe, Glaube, Krokodil

27. Juni 2010

Es kamen drei Dinge zusammen. Das Plakat, der unkontrollierbare Zwang in meinem Hirn, jeden Schriftzug zu lesen und die Logik.
Und dann war da noch das Reizwort „Pony“.

„Das Plakat der 18-jährigen Janet Wagner aus Homburg überzeugte die Jury mit Zukunftsvorstellungen von Kindern und Jugendlichen“, heißt es auf Spiegel.de, wie ich jetzt weiß, gab es da einen Wettbewerb und dieses Plakat, hübsch wie es ist  schaffte es in den U-Bahnhof. Fein. Daher lese ich: „Hoffnung, Zukunft und ein Pony“.

Ich, liebe Leserin, soll diese Träume nicht platzen lassen, oder die, der liebe Bundestag, sollen sie nicht platzen lassen, die Träume von Kindern und Jugendlichen, die meine nicht sind. Übrigens ist aus der angegebenen Reihe „Hoffnung, Zukunft und ein Pony“ streng genommen nur das Pony ein Traum. Von Hoffnung träumen ist schon hoffen, Zukunft ist erstmal der Name für Dinge, die noch geschehen werden. Ich bin ja nicht blöd und verstehe schon aber auch wieder nicht, weil alle, die nicht eben gerade von der Straßenbahn überfahren wurden, eine Zukunft haben, eventuell auch die Überfahrenen.

Es bleibt: das Pony. Das Pony sperrt sich. „Pony“ ist auch unter schärfsten Kriterien ein zulässiger Traum.

Ich will aber gar kein Pony, nicht mal geschenkt. Ich dachte, ich hätte gerne den Ponyhof, genauer, ich hätte gerne, dass all die Dinge, die bekanntlich kein Ponyhof sind, doch ein Ponyhof sind. Dann kam das Pony, die blöde Kuh, das strenggenommen nicht zu trennen ist von dem Ponyhof. Ich will aber gar kein Pony.

Fazit: Der Ponyhof ist auch kein Ponyhof.